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     Geschichte

Nachdem am 01. September 1969 ein Gesetz über förderungsfähige forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse in Kraft trat, initiierten im Herbst 1969 Oberforstmeister Richard Schirmer, Oberförster Helmut Uber und Adam Ströhlein, damaliger Geschäftsführer der Traunsteiner BBV-Dienststelle, die Gründung eines Vereins zur Förderung der heimatlichen Waldbesitzer. Am 17.10.1969 stimmte der BBV-Kreisvorstand im Gasthaus Weinhaus Gugg in Laufen der Unterstützung einer solchen Gründung zu. 

Aus diesem Grund fand am 08.Dezember1969 die Gründungsversammlung bezüglich der Waldbesitzervereinigung Laufen statt. Beim Neuwirt in Tengling stimmten 137 anwesende Waldbesitzer unter der Aufsicht von Oberforstmeister Richard Schirmer, dessen Revierbeamten und Kreisobmann Simon  Zehentner, per Handzeichen einstimmig der Gründung zu. Zugleich wurde auch die erste Vorstandschaft der WBV Laufen per Stimmzettel ermittelt.

Martin Prantler aus Patting bei Weildorf war der (aller-) erste Vorsitzende. Zweiter Vorsitzender wurde Andreas Seehuber aus Tettelham, Johann Jäger aus Pirach wurde zum dritten Vorstand gewählt. Georg Gradl aus Holzbrunn und Peter Fegg aus Straß wurden als die ersten Beisitzer bestimmt. Vom Forstamt Teisendorf wurde Helmut Uber bis 1990 als Geschäftsführer bereitgestellt und Adam Ströhlein, Geschäftsführer der Traunsteiner BBV-Dienststelle, wurde als Schriftführer ernannt.

Die Gründung wurde im Amtsgericht Laufen endgültig besiegelt und am 27.01.1970 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister unter der Registernummer VR91.

Der Tätigkeitsbereich dieses Forstzusammenschlusses erstreckte sich über den damals noch existierenden Landkreis Laufen. Schon zu Beginn war die Hauptaufgabe der noch jungen WBV die Beratung aller Mitglieder. Dies erfolgte sowohl in Form von Veranstaltungen (z. B. Zaunbau- und Motorsägenkurse), als auch durch das Erstellen von Rundschreiben. Als Mitgliedsbeitrag wurden 5,00 DM veranschlagt.

Nachdem am 01. Juli 1972 die Landkreisreform in Kraft trat, wurde der Landkreis Laufen aufgelöst. Dabei wurde die Gemeinde Tyrlaching dem Landkreis Altötting zugeteilt (6% der Mitglieder). Der größere nördlichere Teil (61% der Mitglieder) kam zum Landkreis Traunstein, der südliche Teil (33% der Mitglieder) zum Landkreis Berchtesgadener Land (bis 30. April 1973 Landkreis Bad Reichenhall). 

Nach mehreren Ausarbeitungen wurden daraufhin am 08.Dezember 1973 in einer Mitgliederversammlung in Tengling zwei grundlegende Sachverhalte geklärt. Zum einen stellte der Ortsverband Tyrlaching (32 Waldbauern) den Antrag auf einen Wechsel zur WBV Altötting. Zum anderen mußte darüber abgestimmt werden, ob der Wirkungskreis der WBV Laufen in den übrigen Landkreisen Traunstein und Berchtesgaden wie bisher beibehalten werden konnte. Beiden Forderungen wurde zugestimmt.

Aufgrund verhaltener Aktivitäten trat am 21. Mai 1975 der Waldbesitzerverein Bad Reichenhall/Berchtesgaden e.V., welcher am 02. Dezember 1969 gegründet worden war, der WBV Laufen bei. Dabei wurden die Waldbauern Einzelmitglieder der WBV Laufen und das Vereinsvermögen wurde nach Berichtigung aller Verbindlichkeiten der WBV Laufen übergeben.

In den Folgejahren wurde die WBV Laufen in ungeänderter Form immer wieder mit Themen konfrontiert, welche auch von Interesse für die Öffentlichkeit waren:

 

    -1980 referierte man über die Schäden der Kleinen Fichtenblattwespe, welcher man nach damaliger Meinung langfristig nur mit chemischer Bekämpfung entgegentreten kann.

    -1982 wurden Saurer Regen und Waldsterben zum Hauptthema.

     -1984 wurde das Waldsterben zum Höhepunkt in der Öffentlichkeit, weshalb sich die WBV Laufen bei einer Großdemonstration in München beteilgte. Des Weiteren entstand Handlungsbedarf seitens der WBV wegen starken Borkenkäferschäden im Natonalpark Berchtesgaden, um ein Übergreifen auf den Privatwald zu verhindern. Auch wurde das Thema Standortskartierung zum ersten Mal erwähnt.

    -1985 war Schwerpunkt die Aufklärung und Beratung in puncto Unfallverhütungsvorschriften, da die Unfallzahlen bei der Waldarbeit in den letzten Jahren enorm anstiegen.

      -1986 wurde aufgrund des ersten Vegetationsgutachtens das Thema "Wald,Wild und Jagd" aufgegriffen und dabei für die Wichtigkeit der Kommunikation zwischen Waldbesitzer und Jäger plädiert.

     -1988 ist die Standortskartierung in vollem Gange und die Kleine Fichtenblattwespe immer noch eine starker Schädling u. a. in den Bereichen rund um Freilassing.

 

Am 08. Dezember 1989 lag bei einer Vorstandssitzung ein ofizielles Schreiben vor, in dem sich 82  WBV-Mitglieder aus dem Raum Berchtesgaden für eine Trennung von der WBV Laufen aussprachen. Bereits in mehreren Vorgesprächen zuvor wurde der Aufbau einer eigenständigen WBV Berchtesgaden thematisiert. Grund hierfür war vor allem die besondere Problematik im Hochgebirgswald und die Auswirkungen eines Föhnsturms im Jahr 1988. Der Vorstand stimmte diesem Antrag zu.

Bereits am selben Abend wurde diese Abspaltung bei einer Mitgliederversammlung im Gasthaus Gruber in Pietling verkündet. Ebenso gab Martin Prantler nach 20-jähriger Arbeit als Erster Vorsitzender bekannt, dass er kein weiteres Mal mehr als Vorstand kandidieren will. Zeitgleich mußte auch Oberförster Helmut Uber seine Arbeit als Geschäftsführer niederlegen, da sich die WBV immer mehr und mehr marktwirtschaftlich orientierte.

Damit war die Ära der Gründerväter nach 20 Jahren beendet.

 

Im Laufe der Jahre bewältigten die WBV Laufen und die WBV Berchtesgaden die Themen des Waldes jeweils in eigener Regie. Nebenbei fanden auch mehrere Vorstandswahlen, Obmännerwahlen oder ähnliches statt.

Im Zuge der Bayrischen Forstreform 2004 wurden die Förderkriterien für alle Forstzusammenschlüße und Forstbetriebsgemeinschaften enorm verschärft. Dadurch gab es für kleinere Waldbesitzervereinigungen keine anderen Alternativen, als mit anderen WBVen zu fusionieren, wodurch eine größere Einheit entstand. 

Dies betraf auch die Zusammenschlüsse aus Laufen und Berchtesgaden. Über ein Jahr dauerte es, damit alle rechtlichen Schritte eingeleitet waren, bis schließlich am 30.01.2009 der offizielle Bewilligungsbescheid zur Fusion der beiden WBVen ins Haus kam. 

 

 

Bild: A. Resch;      v. l.: Die Ehrenmitglieder und damaligen Vorstände Hans Schuhbeck (Laufen) und Franz Fischer (Berchtesgaden) beim Unterzeichnen des Fusionsvertrages am 15.April 2008

Seitdem existiert unsere Waldbesitzervereinigung nur noch als Laufen-Berchtesgaden w.V. und ist erkennbar an ihrem gemeinsamen Logo........

 

 

 

 

 

WBV Laufen-Berchtesgaden | info@wbv-laufen-berchtesgaden.de